Archiv für Februar 2011

Ansichten eines Flüchtlingsheims

Kevelaer, am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen, Marienwallfahrtsort, Stadt mit ungefähr 28.000 Einwohner_innen und hübschen Fassaden, stellt alleinstehenden männlichen Flüchtlingen eine Unterkunft zur Verfügung, von der einige Ansichten unten zu sehen sind.
Und wenn das Heim irgendwann einmal geschlossen worden ist und die Bewohner ausgezogen sind, sollte es in seinem Zustand für die Nachwelt erhalten werden: So mussten Flüchtlinge damals hier leben.

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Außenansicht Innenansicht Dusche Dusche Küche Küche Küche Küche Zimmer Zimmer

Hungerstreik in Griechenland: Es ist Zeit zu handeln

+++ Da sich der Hungerstreik der 300 seinem 30. Tag nähert, benötigen die Streikenden dringend transnationale Unterstützung! +++ Es ist JETZT Zeit zu HANDELN! +++ Schickt Faxe und E-Mails die griechischen Behörden oder ruft dort an und fordert JETZT die sofortige Legalisierung +++

Ich möchte wie ein Mensch behandelt werden – wie die Griechen. Wenn wir Papiere bekommen, werde ich keine Angst mehr vor der Polizei haben und ich kann legal mit Versicherung arbeiten. Aber den größten Teil der Zeit denke ich nun: Was wird passieren, wenn der Staat nicht antwortet?
Arqal, einer der Hungerstreikenden in Athen

Seit dem 25. Januar sind 300 Migrant_innen in Athen und Thessaloníki im Hungerstreik. Viele von ihnen leben seit über sechs Jahren in Griechenland. Die meisten haben bei der Ernte gearbeitet – alle von ihnen unter extrem problembehafteten Bedingungen. Ohne Papiere zu sein bedeutet: keine Krankenversicherung, nicht ausgezahlte Löhne, keine Möglichkeit zu reisen… (weiter…)

Und Solidaritätskundgebungen in …

08.02.2011 vor der griechischen Botschaft in Berlin

Es folgt eine Übersicht über Solidaritätsaktionen in verschiedenen Städten in der Woche vom 07. bis 13. Februar und die Aufrufe zu einem gemeinsamen Aktionstag bzw. einer europäischen Woche der Solidarität mit dem Hungerstreik.
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Kundgebung gegen die Hinrichtungen im Iran

Seit Beginn des Jahres 2011 wird alle 8 Stunden ein Mensch im Iran hingerichtet. Diese Situation muss beendet werden.

„… Lasst uns dieses Ziel mit einem weltweiten Proteststurm gegen die Todesstrafe in der Islamischen Republik Iran unterstützen. Wir rufen alle Menschenrechtsorganisationen und freiheitsliebenden Menschen auf, gegen die Hinrichtungen zu protestieren und sich mit dem Kampf für die Freiheit der Menschen im Iran zu solidarisieren! …“

Samstag, 05.02.2011 | 15:00 bis 16:30 Uhr | Katharinenplatz in Dortmund
(oberhalb der Treppen gegenüber vom Hauptbahnhof)

Download Kundgebungsaufruf

Donnerstag, 27.01.2011

Am Donnerstag letzter Woche wurde der Zugang zu dem Gebäude der juristischen Fakultät der Universität Athen, in dem sich die hungerstreikenden Migrant_innen befanden, von Sondereinheiten der griechischen Polizei abgeriegelt. Tatsächlich darf der Hochschulcampus in Griechenland nur in außergewöhnlichen Fällen bzw. mit Genehmigung der Hochschulleitung von Sicherheitskräften betreten werden. In diesem Fall hatte offenbar der Rektor der Universität, Theodosis Pelegrinis, die Polizei gerufen und der griechische Minister für öffentliche Sicherheit, Christos Papoutsis, die Räumung angeordnet.

„Hier“, kommentierten griechische Unterstützer_innen die Entscheidung, „bestand das schwere Verbrechen darin, auf einer Baustelle zu schlafen [da an dem ungenutzten Universitätsgebäude zurzeit Reparaturen stattfinden] und das eigene Leben in Gefahr zu bringen“, um die Legalisierung aller in Griechenland lebenden Migrant_innen zu fordern.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge ist dieses „Universitätsasyl“ seit dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 1974 bisher lediglich viermal aufgehoben worden. Eingeführt worden war es damals als Reaktion auf die blutige Niederschlagung des Studentenaufstands an der Polytechnischen Universität Athen im November 1973, der zum Ende der Diktatur beigetragen hatte.
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