Und Solidaritätskundgebungen in …

08.02.2011 vor der griechischen Botschaft in Berlin

Es folgt eine Übersicht über Solidaritätsaktionen in verschiedenen Städten in der Woche vom 07. bis 13. Februar und die Aufrufe zu einem gemeinsamen Aktionstag bzw. einer europäischen Woche der Solidarität mit dem Hungerstreik.

    Berlin
    Pressemitteilung des Bündnisses gegen Lager Berlin/Brandenburg
    Kundgebung am 08.02.2011 vor der griechischen Botschaft in Berlin (und weitere Fotos)
    und Bericht über die Kundgebung in Berlin
    300 Menschen sind in Griechenland seit dem 25. Januar im Hungerstreik, da die humanitäre Situation von Illegalisierten nicht mehr hinnehmbar ist. …
    Göttingen
    und Bericht über die Kundgebung in Göttingen
    … In einem Redebeitrag wurde auf die Situation von Flüchtlingen in Griechenland hingewiesen. Die umstehenden oder vorbeigehenden Konsument_innen wurden auf die unmenschlichen Bedingungen hingewiesen, denen Flüchtlinge ausgesetzt sind: beispielsweise die katastrophalen Verhältnisse in den Aufnahmelagern, das faktische Fehlen eines Schutz- und Aufnahmesystems sowie die völkerrechtswidrigen Abschiebungen in die Türkei. …

 

    Köln | 11. Februar 2011 | 11 Uhr | Albertus-Magnus-Platz | Universität Köln
    und Bericht über die Aktion in Köln
    „Wir stehen hier vor der Rechtsfakultät, an der Universität Köln, um unsere Solidarität mit den 300 Hungerstreikenden auszudrücken. Die Streikenden sind aus der Athener Universität geräumt worden? Gewähren wir ihnen doch Unterkunft in anderen Universitäten, anderen Rechtsfakultäten!!“ …

 

    Leipzig
    und Bericht über den Protest in Leipzig (Englisch)
    … Nach einiger Zeit zog die Gruppe zum griechischen Konsulat. Der Konsul war über den Protest informiert. Und so fanden die Aktivist_innen einen Brief an der Tür, dass das Konsulat geschlossen sei. Unter Nichtbeachtung dieses Hinweises betraten ungefähr 20 Aktivist_innen das Konsulat und übergaben dem Konsul einen Brief. …

 

    München
    und Bericht über die Kundgebung in München (Englisch)
    Heute versammelten sich ungefähr 30 Personen vor dem griechischen Konsulat in München, um ihre Solidarität mit den 300 Hungerstreikenden den Griechenland auszudrücken. Wir blieben eine Stunde dort, hielten Reden, riefen Parolen und übergaben dem Konsulat eine Erklärung, die sie versprachen an die Ministerien für Bürgerschutz und Inneres weiterzuleiten. …

 

…und Solidaritätsaufrufe

Solidaritätserklärung und Aufruf zu einer Aktionswoche
Am 25. Januar sind 300 Migrant_innen in Griechenland in den Hungerstreik getreten. Sie fordern eine kollektive Legalisierung all jener, die aufgrund ihrer Herkunft aus der griechischen Gesellschaft ausgeschlossen wurden – Asylsuchende, Flüchtlinge ohne Anerkennung, illegalisierte Menschen, ausgebeutete Arbeitsmigrant_innen.
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und …

[300] Europäische Woche der Solidarität mit dem Hungerstreik
Es ist Zeit unsere Solidarität zu zeigen! Wir rufen zu einer europäischen Solidaritätswoche zur Unterstützung des Hungerstreiks vom 7. bis 13. Februar auf. Nicht nur existieren überall griechische Konsulate und Botschaften, das Problem ist ein europäisches, also gibt es viele Orte, an die sich gehen lässt, um zu protestieren.
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Aufruf der griechischen Unterstützer_innen
Aufruf zu einem gemeinsamen Aktionstag – 11. Februar 2011

Donnerstagnachmittag, am 27. Januar, stoppt die Polizei den Verkehr im Zentrum von Athen, sodass der Eindruck einer besetzten Stadt entsteht, und kreist das Gebäude der juristischen Fakultät ein. Tausende von Menschen, die zur Unterstützung kommen, werden daran gehindert, das Gebiet zu betreten, das von der Polizei umstellt ist, und veranstalten spontan Protestkundgebungen. Von 6 Uhr nachmittags bis 5 Uhr morgens werden die Streikenden erpresst, damit sie das Gebäude verlassen. Mitten in dieser sehr langen Nacht ziehen die Hungerstreikenden schließlich zu einem anderen Gebäude im Zentrum von Athen – in einer gemeinsamen Demonstration mit den Unterstützer_innen um 4 Uhr morgens!

Diese Unterkunft (in Privateigentum) erwies sich allerdings als einem Flüchtlingslager ähnlich, da es an Raum und sanitärer Infrastruktur mangelt und viele der Hungerstreikenden gezwungen sind, in Zelten auf dem eisigen Hof zu schlafen.

In diesem Klima der Einschüchterung und Repression werden 5 Mitglieder der Unterstützer_innenversammlung von der Staatsanwaltschaft als des Verbrechens des „Menschenhandels“ verdächtig vorgeladen. Gleichzeitig schloss der Innenminister jede Möglichkeit einer Legalisierung aus und widerrief den Erlass, auf dessen Grundlage 15 hungerstreikende Migrant_innen im Jahr 2009 legalisiert worden waren. Weiterhin rief er alle Migrant_innengemeinschaften in Griechenland auf, sich zu fügen und „ihre Mitglieder daran zu hindern, sich an Ereignissen zu beteiligen, die als Brennpunkte dienen können“.

In diesem Klima der Repression und migrationsfeindlicher Politik in Griechenland und ganz Europa müssen wir handeln, um symbolische Risse im System entstehen zu lassen und politische Siege zu erringen.

Wir rufen zu einem gemeinsamen Aktionstag am 11. Februar auf – einem Tag, an dem in ganz Griechenland Solidaritätsaktionen stattfinden werden.
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