Archiv für Mai 2012

Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen zum No Border Camp

Dortmund: Kulturhaus Taranta Babu | Humboldtstraße 44 |
44137 Dortmund | 15. Juni 2012 | 19.00 Uhr
Bochum: Soziales Zentrum | Josephstraße 2 | 44791 Bochum |
23. Juni 2012 | 18.00 Uhr

Info- und Mobilisierungsveranstaltung
zum No Border Camp Köln/Düsseldorf 2012

Zehn Tage campen im Sommer mit Demonstrationen, kreativen Aktionen, Workshops, Diskussionen …: Vom 13. bis 22. Juli wird in Köln ein No Border Camp stattfinden, bei dem sich ein aktionistischer Fokus auf den Flughafen Düsseldorf als Scharnier der europäischen Abschiebemaschinerie richten wird.

Das Camp soll ein Raum sein, um sich gemeinsam und in verschiedenen Formen mit (Sammel-)Abschiebungen, Frontex, Antiziganismus, Alltagsrassismus und rechten Diskursen zu beschäftigen und Widerstand zu leisten, mit institutionellem Rassismus, den katastrophalen Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Migrant_innen und den Kämpfen dagegen, mit (Neo-)Kolonialismus und Fluchtursachen oder der mörderischen Situation an den Außengrenzen und vielen weiteren Themen.
Auch möchte das Camp ein Ort sein, an dem Rassismuskritik, antifaschistische, feministische und kapitalismuskritische Perspektiven zusammen gedacht werden. Ein Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Bündnisse einzugehen, in denen die Kämpfe von Flüchtlingen und *Persons of Color* mit denen rassismuskritischer *weißer* Menschen zusammenkommen.

Der Mobi-/Infoabend soll einen Einblick in die Themen und Ziele des No Border Camps geben sowie den aktuellen Stand der Campplanung und Beteiligungsmöglichkeiten vorstellen.

------------------------------------
Information and Mobilisation Evening
on the No Border Camp Cologne / Düsseldorf 2012

Ten days of camping in the summer, with demonstrations, creative actions, workshops, discussions …: From 13 to 22 July, a No Border Camp will take place in Cologne, during which, among other things, actions will focus on the airport in Düsseldorf as a hub of the European deportation machinery.

The camp is intended to be a space to deal together and in various forms with, and to resist, (collective) deportations, Frontex, antiziganism, everyday racism and far-right discourses, institutional racism, intolerable living conditions of refugees and migrants and their struggles against them, (neo-)colonialism and reasons of flight as well as the murderous situation at the external borders and many other subjects.
In addition, the camp is meant to be a place where antiracism, antifascist and feminist perspectives and critical perspectives on capitalism are thought together. A place to enter into conversation with one another and form new alliances, where struggles of refugees and *people of colour* meet with those of racism-critical *white* people.

The mobilisation / information evening intends to provide some insight into the topics and aims of the No Border Camp as well as in the current state of the planning for the No Border Camp and possibilities of participation.

------------------------------------
Présentation des informations
concernant No Border Camp Köln/Düsseldorf 2012

Dix jours de campement en été avec les démonstrations, actions créatives, ateliers, discussions …: Du 13 au 22 juillet un No Border Camp va se dérouler à Cologne, pendant lequelle un fokus d‘actions sera dirigé contre l‘aéroport international de Düsseldorf, qui est la charnière de la machinerie d‘expulsion européenne.

Ce campement sera un lieu pour se former et s‘engager ensemble sous différents formes contre: expulsions de masse, FRONTEX, l‘antiziganisme, le racisme ordinaire et les discours d‘extrême droite, le racisme institutionnel, les conditions de vie catastrophique des réfugié(e)s et des migrant(e)s et leurs combats, (néo-)colonialisme, les causes de l‘émigration, la situation meurtrière aux frontières extérieurs ainsi que sur beaucoup d‘autres sujets.
Le camp se veut là ou l‘on traite ensemble la critique sur le racisme, les perspectives antifascistes, féministes et anticapitalistes. Un lieu qui peut renforcer un échange mutuel et faire naître des nouvelles alliances, où les combats des réfugié(e)s et des *personnes de couleur* rencontrent ceux *de peau blanche* qui critiquent le racisme.

La soirée d‘information doit être un aperçu sur les thèmes et les buts de No Border Camp ainsi que sur les planifications actuelles du camp et sur les possibilités de participation.

------------------------------------
Kontakt (Ruhrgebiets-AG zum No Border Camp): ruhrgebeat[at]riseup.net
Weitere Informationen: Website des No Border Camps

Veranstaltungsflyer (Deutsch/Englisch – Deutsch/Französisch):
Info- und Mobilisierungsveranstaltung

Informationen für nEUbürger_innen

Der freundeskreis nEUbürger und roma in Dortmund hat einen Informationsflyer in mehreren Sprachen erstellt, der auf Bulgarisch, Deutsch, Rumänisch und Türkisch Versorgungs- und Beratungsangebote zusammenfasst, die für Zugewanderte aus Rumänien und Bulgarien zur Verfügung stehen.

Hier der Flyer zum Download:

Deutsch
Български (Bulgarisch)
Română (Rumänisch)
Türkçe (Türkisch)

Der Flyer enthält im Wesentlichen Angebote für den Zugang zu (Über-)Lebensnotwendigem wie medizinischer Versorgung für die Zuwanderer_innen. Denn auch wenn mittlerweile eine Reihe von Gerichtsentscheidungen (u.a. zu finden in der Datenbank des Informationsverbunds Asyl & Migration) und Stellungnahmen sagen, dass ein Leistungsausschluss der EU-Bürger_innen nicht europarechtskonform ist, bleiben der Ausschluss von Sozialleistungen und die Diskriminierung der Migrierten alltäglich. Meistens fehlen mit Sicherheit die Ressourcen, um auch nur zu versuchen, sich zu wehren. Diffamiert und ausgegrenzt werden die Zugewanderten zu Empfänger_innen von Almosen gemacht.

Der europaweite Antiziganismus, die stereotype Wahrnehmung und mehrheitsgesellschaftliche Ablehnung von Roma und Sinti, äußert sich so nicht nur in seinen aktuellen Höhepunkten wie in osteuropäischen Ländern, in denen Aufmärsche oder Pogrome gegen Roma stattgefunden haben. Auch in den Staaten Westeuropas wie Italien, Frankreich oder hierzulande werden die Zuwanderer_innen aus Rumänien und Bulgarien, die allgemein als Roma betrachtet werden, auch wenn sie sich teilweise der türkischen Minderheit Bulgariens zurechnen, beharrlich diskriminiert und vielfach in populistisch-rassistischen Kampagnen unter Pauschalverdacht gestellt. Gerade Dortmund hat sich durch repressive polizeiliche und ordnungsbehördliche Strategien ausgezeichnet; rassistische Äußerungen wurden zur Normalität in der Lokalpolitik. Daher wird sich, nachdem sich hier im letzten Jahr lokalpolitisch Ressentiments, häufig mit Unterstützung der Medien, ungehindert entladen konnten, für ein besseres Leben der trotz Hetzkampagne und Vertreibungspolitik Hiergebliebenen sicherlich noch vieles ändern müssen.

Schönes Wetter

… und das Viertel um die Europäische Zentralbank (EZB) tagelang weiträumig abgesperrt, Platzbesetzungen trotz massiver Polizeipräsenz, erfolgreiche Bankenblockade durch die Polizei nach Verbotsorgie und Notstandsprogramm angesichts der angekündigten Protesttage und 30.000 Menschen auf der Demonstration in Frankfurt am Samstag gegen die Krisen- und Verarmungspolitik der Troika aus EU-Kommission, EZB und Internationalem Währungsfond, auf der es auch einen Block zu Flucht und Migration und dabei unter anderem zu Fluchtursachen wie Landgrabbing gab.

Mehr unter Blockupy Frankfurt


„Bankraub statt Landraub“ am Samstag


Räumung des Römer am Donnerstag

Familienvater aus Brilon in den Kosovo abgeschoben

1992 war Adil H. als kleines Kind mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Am vergangenen Donnerstag, dem 26.04.12, wurde Adil H., der mittlerweile als Familienvater in Brilon lebte, in die Republik Kosovo abgeschoben. Seine Ehefrau und seine 16 Monate alte Tochter blieben allein zurück. Familie und Freunde von Adil kämpfen nun für seine Rückkehr.
*mehr*

On the move

Euromayday 2012 in Bochum *mehr*