Archiv für November 2012

In der Hoffnung auf ein besseres Leben

Südosteuropäische Arbeitsmigration im Konflikt mit Bürokratie und Stammtisch – eine Diskussionsveranstaltung des Euromayday Ruhr

Download des Veranstaltungsflyers

10.12.2012 | 19:30 Uhr | bodo e.V. | Schwanenwall 36–38 | Dortmund

Die Vertreibungskampagne gegen ArbeitsmigrantInnen aus Südosteuropa in der Dortmunder Nordstadt hält an. Polizei, Verwaltung und Medien zeichnen ein Bild der Bedrohung, welches am Alltagsrassismus der Mehrheitsgesellschaft anschließt: „Horrorhäuser“, „Anstieg der Kriminalitätsrate“ und „Straßenstrich“ sind die Schlagworte.

Mit dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien immigrieren Menschen aus diesen Ländern nach Deutschland – auch nach Dortmund. Doch wer sind eigentlich diese Menschen, die sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben auf die Reise machen? Was sind ihre Wünsche, ihre Träume, die Widerstände und Wirklichkeiten, auf die sie stoßen?
(weiter…)

Roma-Diskriminierung verstärkt

Wintererlass sofort!
Schnellverfahren einstellen!

Auf Druck der Europäischen Union wurden in Serbien und Mazedonien bereits im letzten Jahr eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, die eine Ausreise von Roma verhindern sollten und Diskriminierung und Ausgrenzung vorantrieben. Die Roma-Organisation Chachipe veröffentlichte im Juni einen Bericht über die Folgen: unter anderem diffamierende Kampagnen gegen Roma, willkürliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Kennzeichnung von Pässen bzw. damit der Inhaber_innen als „falsche Asylbewerber_innen“. Die stellvertretende Premierministerin Serbiens, Suzana Grubješić, hat nun erneut Gesetzesänderungen angekündigt, mit denen es in Serbien eine Straftat werden soll, „falsche Asylanträge“ in anderen Ländern zu stellen. Sie hoffe auf eine schnelle Verabschiedung der Änderungen, fügte sie hinzu. Hier im Eilverfahren zurückgewiesene Roma müssen also weitere Repressionen befürchten.
(weiter…)