Oury Jalloh – das war Mord

Diesen Donnerstag wird das Landgericht Madgeburg das Urteil im Revisionsprozess zu Oury Jalloh verkündet. Eine Aufklärung der Todesumstände Oury Jallohs gab es in diesem Prozess wieder nicht.

Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen in NRW für die Demonstrationen in Dessau am 07.01.2013 und am 12.01. an einem Samstag im Januar/Februar (achtet auf Ankündigungen!):

  • Dienstag, 18.12.2012, ab 19:30 Uhr im SZ Bochum, Josephstr. 2
  • Mittwoch, 19.12.2012, ab 19:30 Uhr im AZ Mülheim/Ruhr, Auerstr. 51
  • Donnerstag, 20.12.2012, ab 18:00 Uhr im Besprechungsraum des AStA der Uni Essen, Universitätsstraße 2 (Eingang T02)
  • Freitag, 21.12.2012, ab 19:30 Uhr im Linken Zentrum/Hinterhof Düsseldorf, Corneliusstr. 108

Es wird gemeinsame Busse aus NRW geben!
Meldet euch bitte frühzeitig unter an: ouryjalloh-nrw[ät]riseup.net

BREAK THE SILENCE!

Vor fast 8 Jahren, am 07.01.2005, wurde Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt. Er wurde mit 3 Promille Alkohol im Blut festgenommen und an eine feuerfeste Matratze gefesselt. Laut Polizei und Behörden soll er sich selbst angezündet haben. Alle Ermittlungen und Gutachten seitens der ermittelnden Behörden liefen nur in Richtung Selbstmordthese. Dem widersprechende Gutachten, Sachverständige und Anträge wurden nicht zugelassen. Die Beweisaufnahme vor dem Landgericht Magdeburg wurde kürzlich geschlossen und das Verfahren nähert sich aktuell dem Ende… Die Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt versucht damit, den rassistischen Mord an Oury Jalloh für immer unter den Teppich zu kehren.

Viele Hinweise deuten auf Mord!
Ein vertuschter Nasenbeinbruch sowie weitere undokumentierte Verletzungen, ein Feuerzeug, welches erst 2 Tage nach Beweissicherung auftauchte und weder Spuren von Oury, seiner Kleidung oder der Matratze an sich hatte, Video- und andere Beweismaterialien verschwanden, zweifelhafte und sich widersprechende Zeugenaussagen, ein Dessauer Richter, der diesen Vorgängen am Tag der ersten Urteilsverkündung öffentlich die Rechtsstaatlichkeit absprach…

Es gibt Gutachten die belegen, dass:

  • Oury sich nicht selbst (gefesselt, unter 3 Promille, nach Leibesvisitation) angezündet haben kann,
  • er bereits ohnmächtig war, bevor das Feuer ausbrach,
  • die zuständigen Beamten Ourys Hilferufe bis in die Zentrale hätten hören müssen,
  • solch eine Matratze nicht ohne Brandbeschleuniger innerhalb von 20 min. abbrennen kann,
  • keine entsprechenden DNA-Spuren oder Faserreste am Feuerzeug waren.

Die Liste der Hinweise könnte noch ellenlang fortgesetzt werden…

Im letzten Jahr wurden Aktivisten der „Initiative Oury Jalloh“ nicht zum ersten Mal im Vorfeld ihrer jährlichen Gedenkdemo bedroht und nach Beendigung der friedlichen Demo von der Polizei ins Krankenhaus geprügelt. (http://vimeo.com/34900515)

In Dessau kam es zudem im Jahr 2000 zu dem rassistischen Mord an Alberto Adriano und 2002 zu einem auch bisher ungeklärten Tod des Obdachlosen Mario Bichtermann in derselben (!) Polizeizelle unter demselben Dienstgruppenleiter und demselben Polizeiarzt!

Informiert Euch und sagt es weiter! Unterstützt die Demonstrationen in Dessau!

Mehr Informationen:
Initiative Oury Jalloh
Oury Jalloh – der Film
Oury Jalloh – Tod in der Zelle


1 Antwort auf „Oury Jalloh – das war Mord“


  1. 1 Terminverwaltung » Oury Jalloh – das war Mord Pingback am 16. Dezember 2012 um 1:36 Uhr
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