„Residenzpflicht“: Dokumentation über den Kampf für Bewegungsfreiheit

17.04.2013 | 19:00 Uhr | Taranta Babu | Humboldtstraße 44 | Dortmund

Der Nordpol, eine Initiative für die Schaffung eines „Möglichkeitsraums“ in der Dortmunder Nordstadt, zeigt am 17. April den Dokumentarfilm „Residenzpflicht“ der Filmemacherin Denise Garcia Bergt über den Kampf für Bewegungsfreiheit und gegen die sogenannte Residenzpflicht in Deutschland. Durch die europaweit einmalige Residenzpflicht existieren für Flüchtlinge im Asylverfahren oder mit Status der Duldung an alltäglichen Orten unsichtbare Grenzen. Wollen sie Verwandte, Freund_innen, Veranstaltungen etc. außerhalb des zugewiesenen Aufenthaltsgebiets besuchen, muss eine Erlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden. Auch wenn mittlerweile in vielen Bundesländern (allerdings unter Beibehaltung einer Reihe von Ausschlussgründen) die Residenzpflicht gelockert worden ist und der Aufenthalt im Allgemeinen nicht mehr auf die Stadt oder den Kreis beschränkt ist – spätestens für das Überschreiten der „Grenzen“ zwischen den Bundesländern bleibt eine Erlaubnis erforderlich. Der Film begleitet Flüchtlinge in ihrem jahrelangen Kampf gegen die Residenzpflicht als Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit und Instrument ihrer Kriminalisierung und stellt ebenfalls die Residenzpflicht in einen größeren Kontext.

Den Filmtrailer gibt es hier ,
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und eine Übersicht über den aktuellen Stand der Anwendungen der Residenzpflicht hier .