Transnationales Aktionsbündnis http://tab.blogsport.de Tue, 16 Apr 2013 15:03:07 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Veranstaltung und Bus zur Demonstration anlässlich des NSU-Prozesses in München http://tab.blogsport.de/2013/03/26/veranstaltung-und-bus-zur-demonstration-anlaesslich-des-nsu-prozesses/ http://tab.blogsport.de/2013/03/26/veranstaltung-und-bus-zur-demonstration-anlaesslich-des-nsu-prozesses/#comments Tue, 26 Mar 2013 16:36:43 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2013/03/26/veranstaltung-und-bus-zur-demonstration-anlaesslich-des-nsu-prozesses/ Am 17. April 2013 wird in München der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen. Ein breites Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf. Zu dieser Demonstration soll es eine Busanreise aus dem Ruhrgebiet geben. Am Mittwoch, dem 27. März, findet um 20.00 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum eine Informations- und Mobilisierungsveranstaltung zu der Demonstration am 13. April statt. Hier gibt es Tickets und genaue Daten zu der Abfahrt aus dem Ruhrgebiet. *mehr*

Artikel in der WAZ vom 25.03.2013 über Verbindungen des Verfassungsschutzes und den Mord an Mehmet Kubaşık in Dortmund: Die rechte Terrorspur der NSU führt nach Dortmund

Gedenkdemonstration in Dortmund:

Kein Vergeben, Kein Vergessen – Demonstration am 30.03. um 13:00, Dortmund HBF

Und weitere Dortmunder Gedenkveranstaltungen: Gemeinsam gegen Rassismus

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„Residenzpflicht“: Dokumentation über den Kampf für Bewegungsfreiheit http://tab.blogsport.de/2013/03/23/residenzpflicht-dokumentation-ueber-den-kampf-fuer-bewegungsfreiheit/ http://tab.blogsport.de/2013/03/23/residenzpflicht-dokumentation-ueber-den-kampf-fuer-bewegungsfreiheit/#comments Sat, 23 Mar 2013 10:49:50 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2013/03/23/residenzpflicht-dokumentation-ueber-den-kampf-fuer-bewegungsfreiheit/ 17.04.2013 | 19:00 Uhr | Taranta Babu | Humboldtstraße 44 | Dortmund

Der Nordpol, eine Initiative für die Schaffung eines „Möglichkeitsraums“ in der Dortmunder Nordstadt, zeigt am 17. April den Dokumentarfilm „Residenzpflicht“ der Filmemacherin Denise Garcia Bergt über den Kampf für Bewegungsfreiheit und gegen die sogenannte Residenzpflicht in Deutschland. Durch die europaweit einmalige Residenzpflicht existieren für Flüchtlinge im Asylverfahren oder mit Status der Duldung an alltäglichen Orten unsichtbare Grenzen. Wollen sie Verwandte, Freund_innen, Veranstaltungen etc. außerhalb des zugewiesenen Aufenthaltsgebiets besuchen, muss eine Erlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden. Auch wenn mittlerweile in vielen Bundesländern (allerdings unter Beibehaltung einer Reihe von Ausschlussgründen) die Residenzpflicht gelockert worden ist und der Aufenthalt im Allgemeinen nicht mehr auf die Stadt oder den Kreis beschränkt ist – spätestens für das Überschreiten der „Grenzen“ zwischen den Bundesländern bleibt eine Erlaubnis erforderlich. Der Film begleitet Flüchtlinge in ihrem jahrelangen Kampf gegen die Residenzpflicht als Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit und Instrument ihrer Kriminalisierung und stellt ebenfalls die Residenzpflicht in einen größeren Kontext.

Den Filmtrailer gibt es hier ,
weitere Infos über den Film hier
und eine Übersicht über den aktuellen Stand der Anwendungen der Residenzpflicht hier .

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Antira-Aufruf zur Demo anlässlich des NSU-Prozesses — 13. April 2013 http://tab.blogsport.de/2013/03/19/antira-aufruf-zur-demo-anlaesslich-des-nsu-prozesses-13-april-2013/ http://tab.blogsport.de/2013/03/19/antira-aufruf-zur-demo-anlaesslich-des-nsu-prozesses-13-april-2013/#comments Tue, 19 Mar 2013 14:31:11 +0000 Administrator_in [Bewegungsräume und anderes] http://tab.blogsport.de/2013/03/19/antira-aufruf-zur-demo-anlaesslich-des-nsu-prozesses-13-april-2013/ Antira-Aufruf zur Demo anlässlich des NSU-Prozesses — 13. April 2013 ¦ 19-03-2013 ¦ Liebe Freundinnen und Freunde, liebe antirassistisch Bewegte, wie ihr sicher mitbekommen habt, findet der Prozess gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ab Mitte April in München statt. Das Bündnis gegen Naziterror und Rassismus, in dem die Karawane München aktiv ist, ruft anlässlich des Prozessbeginns für Samstag, den 13. April 2013, zu einer Demonstration unter dem Motto “Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen” auf. *mehr* ]]> Liebe Freundinnen und Freunde, liebe antirassistisch Bewegte,

wie ihr sicher mitbekommen habt, findet der Prozess gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ab Mitte April in München statt. Das Bündnis gegen Naziterror und Rassismus, in dem die Karawane München aktiv ist, ruft anlässlich des Prozessbeginns für Samstag, den 13. April 2013, zu einer Demonstration unter dem Motto “Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen” auf.
*mehr*

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Nachgereicht: Beitrag eines aus Afghanistan Geflüchteten zur Situation in Werne http://tab.blogsport.de/2013/03/06/nachgereicht-beitrag-eines-aus-afghanistan-gefluechteten-zur-situation-in-werne/ http://tab.blogsport.de/2013/03/06/nachgereicht-beitrag-eines-aus-afghanistan-gefluechteten-zur-situation-in-werne/#comments Wed, 06 Mar 2013 19:17:43 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2013/03/06/nachgereicht-beitrag-eines-aus-afghanistan-gefluechteten-zur-situation-in-werne/ Bei der Informationsveranstaltung über das „Leverkusener Modell“ in Werne fasste einer der anwesenden Bewohner_innen der Containerunterkunft vor der Vorstellung des Modells durch die Referentin vom Flüchtlingsrat Leverkusen die Situation und Mindestforderungen der dort lebenden Flüchtlinge zusammen. Hier die Dokumentation des stellvertretend für die in den Containern Untergebrachten gehaltenen Beitrags:

Guten Abend,

mein Name ist – – –, ich komme aus Afghanistan. Seit 14 Monaten lebe ich in einem Container in Deutschland. Ich möchte über unsere Situation in den Containern in Werne sprechen.

1. Wir wohnen mit vier Personen in einem Zimmer, das nur 15 Quadratmeter groß ist.
In einem Container leben insgesamt 10 Personen. Wir haben nur eine Toilette mit einer Dusche für uns zusammen. Es gibt keine Küche, sondern nur eine kleine Kochecke.

2. Wir müssen jeden Tag drei Stunden Sozialarbeit von acht bis elf Uhr machen.
Weil alle gleichzeitig aufstehen müssen, gibt es immer Stress untereinander, wenn wir uns die eine Dusche mit Toilette um dieselbe Zeit teilen müssen. Wenn jemand ein oder zwei Tage im Monat nicht zur Arbeit geht und keinen Krankenschein hat, wird die Sozialhilfe für den ganzen Monat gestrichen.

3. Wir wollen alle die deutsche Sprache lernen, weil wir in Deutschland leben.
Es gibt aber nur einen Deutsch-Kurs mit zwei Stunden pro Woche. Wir möchten gerne einen Sprach-Kurs mit drei oder vier Stunden pro Tag.

4. Wir möchten alle ein eigenes Bank-Konto haben.
Ich habe schon zweimal mein ganzes Geld für einen Monat verloren, weil ich das Geld in meiner Hosentasche hatte.

5. Das Wichtigste ist aber, dass wir nicht mehr in Containern leben wollen.
Auch nicht in neuen Containern. Denn auch in neuen Containern wird unsere Wohnsituation nicht wirklich besser.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Und ein besonderes Dankeschön an Frau Schillings, dass Sie gekommen sind.

Die Stadt Werne hat sich bisher allerdings keinen Millimeter bewegt. Trotz massiver Kritik der Grünen an den Zuständen in der Containerunterkunft während der letzten Sitzung des Sozialausschusses stellte Dezernent Frank Gründken die Unterbringung – in Verdrehung der Fakten – ein weiteres Mal als dem „Leverkusener Modell“ ähnlich dar. Diese Behauptung ist schlicht und einfach ein Täuschungsversuch, um den Geflüchteten ein menschenwürdigeres Wohnen weiterhin zu verweigern. Während Werne so auf der etablierten Ausgrenzung beharrt, ermöglichen andere Städte dagegen zunehmend den Umzug in Wohnungen – wie Wernes Nachbarstadt Lünen oder auch das entferntere Bremen , das gerade einen großen Schritt nach vorn bei der Abschaffung von „Sammelunterkünften“ macht.

Wohnungen für Alle!

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„Pro NRW“ die Tour vermasseln http://tab.blogsport.de/2013/03/06/pro-nrw-die-tour-vermasseln/ http://tab.blogsport.de/2013/03/06/pro-nrw-die-tour-vermasseln/#comments Wed, 06 Mar 2013 17:13:36 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2013/03/06/pro-nrw-die-tour-vermasseln/ Die rechtspopulistische Kleinpartei „pro NRW“ sucht offenbar den Anschluss an die rassistischen und häufig antiziganistischen Parolen der vergangenen Monate und stilisiert sich in diesem Zusammenhang auch noch zur Vertretung eines von ihr imaginierten homogenen „Volkes“: Ab dem 09. März will „pro NRW“ mit einer landesweiten Kundgebungsserie zwei Wochen lang gegen Geflüchtete und Zugewanderte hetzen. Betitelt wird diese Kampagne von der Kleinpartei als „Volksinitiative“ gegen angeblichen „Asylmissbrauch“.

So hofft „pro NRW“ wohl, an die Stimmungsmache gegen die Flucht und Zuwanderung insbesondere aus südosteuropäischen Ländern und damit an einen zunehmend wieder gesellschaftsfähigen Rassismus der „Mitte“ anknüpfen zu können. Gleichzeitig folgt die Ankündigung der Hetzkampagne „altbewährten“ Mustern, indem sie nach einigen aus der Luft gegriffenen Behauptungen die aus den 1990er Jahren gut bekannte Das-Boot-ist-voll-Rhetorik aufgreift. Mit der Wahl dieser Parole und der Kundgebungsorte stellt sich „pro NRW“ allerdings deutlich in den Kontext der pogromartigen Angriffe und Anschläge auf Wohnhäuser und Unterkünfte (nicht nur) von Geflüchteten vor 20 Jahren. Ertragen sollen diese abgedroschene rassistische Rhetorik bei den Kleinkundgebungen (für Bochum ist von 25 bis 50 Teilnehmenden die Rede) nun einmal wieder diejenigen, die – vor Verfolgung und Übergriffen geflüchtet – in dieser Gesellschaft ohnehin allzu oft ausgegrenzt und diskriminiert werden.

Die „Rundreise“ soll am 09. März mit einer Kundgebung vor einer Flüchtlingsunterkunft in Bochum beginnen. Ein Bündnis aus zahlreichen Bochumer Organisationen ruft zum Protest unter dem Motto Flüchtlinge Willkommen! Nazis haut ab! auf. In vielen anderen Städten sind ebenfalls Proteste in Planung, unter anderem für den 13. März in Dortmund durch Dortmund nazifrei.

„Pro NRW“ die Tour vermasseln – achtet auf Ankündigungen, überall!

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Flüchtlingsprotest als „Ausweisungsgrund“ http://tab.blogsport.de/2013/03/06/fluechtlingsprotest-als-ausweisungsgrund/ http://tab.blogsport.de/2013/03/06/fluechtlingsprotest-als-ausweisungsgrund/#comments Wed, 06 Mar 2013 17:03:01 +0000 Administrator_in [Bewegungsräume und anderes] http://tab.blogsport.de/2013/03/06/fluechtlingsprotest-als-ausweisungsgrund/ Flüchtlingsprotest als „Ausweisungsgrund“ ¦ 06-03-2013 ¦ Einer der Beteiligten des Protestcamps in Berlin, die sich momentan erneut auf einer bundesweiten Bustour zur Mobilisierung weiterer Geflüchteter befinden, hat einen Ausweisungsbescheid von der Ausländerbehörde Passau erhalten. Da Patras Bwansi "nach Berlin umgezogen" sei, stelle er eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung der Bundesrepublik dar, meint die Behörde.]]> Einer der Beteiligten des Protestcamps in Berlin, die sich momentan erneut auf einer bundesweiten Bustour zur Mobilisierung weiterer Geflüchteter befinden, hat einen Ausweisungsbescheid von der Ausländerbehörde Passau erhalten. Da Patras Bwansi „nach Berlin umgezogen“ sei, stelle er eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung der Bundesrepublik dar, meint die Behörde.

„In dem achtseitigen Bescheid wird als Grund für die Ausweisung angegeben, Bwansi gefährde durch seinen Aufenthalt die öffentliche Sicherheit und Ordnung“, schreibt die taz, „da er eine vorsätzliche Straftat begangen habe: Nachdem er zuletzt im August ein Protestcamp in Passau organisiert hatte, sei er nach Berlin umgezogen und anschließend ‚in die Illegalität untergetaucht’. Außerdem wird Bwansi vorgeworfen, sich nicht an der Beschaffung eines neuen Passes beteiligt zu haben.“

Freund_innen und Unterstützer_innen haben eine e-Petition gegen den Ausweisungsbescheid initiiert. Auch dort wird der Bescheid zitiert: „Mit der Ausweisungsverfügung soll auch eine abschreckende Wirkung auf andere Ausländer erzielt werden. Es soll anderen Ausländern unmissverständlich klar gemacht werden, dass im Falle des Untertauchens mit anschließendem illegalem Aufenthalt seitens der Ausländerbehörden unverzüglich aufenthaltsbeendende Maßnahmen durchgeführt werden. Im vorliegenden Fall lässt sich die abschreckende Wirkung nur durch eine sofort vollziehbare Maßnahme erreichen.“ Das Ausländeramt will ein Exempel statuieren – und macht keinen Hehl daraus.

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Veranstaltung über das „Leverkusener Modell“ der Unterbringung von Geflüchteten http://tab.blogsport.de/2013/01/29/informationsveranstaltung-ueber-das-leverkusener-modell/ http://tab.blogsport.de/2013/01/29/informationsveranstaltung-ueber-das-leverkusener-modell/#comments Tue, 29 Jan 2013 18:21:28 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2013/01/29/informationsveranstaltung-ueber-das-leverkusener-modell/ Veranstaltungsort: Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum der ev. Kirche Werne, Ostring 66, 59368 Werne
Termin: Freitag, 8. Februar 2013, 19.30 Uhr
Referentin: Rita Schillings / Flüchtlingsrat Leverkusen

Die Referentin wird die Einzelheiten dieses Unterbringungsmo­dells darstellen, das den in Leverkusen lebenden Flüchtlingen die Wahl zwischen eigener Wohnung und zentraler Unterbringung lässt. Sie wird über die Vorteile sprechen, die sowohl den Betroffenen als auch der Stadt Leverkusen zugute kommen.

In Werne leben Geflüchtete in maroden Containern neben einer Sportanlage. Das in Leverkusen von Flüchtlingsrat, Caritasverband und Stadtverwaltung entwickelte „Leverkusener Modell“ ermöglicht dagegen jedem Flüchtling, sich eine Privatwohnung zu suchen. Davon profitieren alle: Die Geflüchteten müssen nicht isoliert und ohne Privatsphäre in heruntergekommenen Unterkünften mit unzureichenden sanitären Anlagen leben – und die Stadt Leverkusen konnte durch die Umsetzung des neuen Unterbringungskonzepts „nebenbei“ einen fünfstelligen Betrag einsparen.

Da wir nicht einfach über die Betroffenen sprechen wollen, werden an dem Abend auch Frauen und Männer aus der Containerun­terkunft neben der Sportanlage Lindert in Werne anwesend sein und über ihre alltäglichen Probleme in den beengten Wohnverhältnissen berichten.

Weitere Informationen zum Thema:
Das Leverkusener Modell (Präsentation)
Zur Situation in Werne (Blog): Manche wohnen hier Jahre (Fotos) | „Herzlich Willkommen in Werne“ | Wohnungen statt Container
Presseberichte aus Werne: Wohncontainer am Sportzentrum Lindert rosten durch | Demo: Asylbewerber besser unterbringen | Demonstration gegen Asyl-Unterkünfte in Containern | Wohnungen statt Container für Flüchtlinge | Asylbewerber sollen nicht in Containern leben | Flüchtlingsfamilien erhalten Wohnung | Unterbringung der Asylbewerber soll Sitzungsthema werden | Wie wohnen Asylbewerber? | Wohnen im Container ist keine Dauerlösung | Flüchtlingsheim am St. Christophorus reaktiviert

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IN REMEMBRANCE OF OURY JALLOH http://tab.blogsport.de/2012/12/17/in-remembrance-of-oury-jalloh/ http://tab.blogsport.de/2012/12/17/in-remembrance-of-oury-jalloh/#comments Mon, 17 Dec 2012 21:04:18 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2012/12/17/in-remembrance-of-oury-jalloh/
Mobilisierung aus NRW für die Gedenkdemonstration in Dessau
am 07. Januar 2013, 13:00 Uhr, Hauptbahnhof:

Busabfahrtszeiten für Montag, 07.01.2013:
- Köln (BHF Ehrenfeld) – 05:00 Uhr
- Wuppertal (HBF) – 05:45 Uhr
- Dortmund (HBF Nordseite) – 06:30 Uhr

Meldet euch bitte frühzeitig an unter: ouryjalloh-nrw[ät]riseup.net.
Angaben zu Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen in NRW *hier*

Zum Download: NRW-Mobilisierungsflyer *Vorderseite* | *Rückseite*

Zur Information: Stellungsnahme der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh nach dem Urteil des Landgerichts Magdeburg am 13.12.2012

Eine weitere Demonstration wird an einem Samstag im Januar/ Februar stattfinden (achtet auf Ankündigungen!).

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Wohnungen statt Container! http://tab.blogsport.de/2012/12/16/wohnungen-statt-container/ http://tab.blogsport.de/2012/12/16/wohnungen-statt-container/#comments Sun, 16 Dec 2012 17:57:37 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2012/12/16/wohnungen-statt-container/
Kundgebung in Werne an d. Lippe
22.12.2012 | 11:00 Uhr | Marktplatz

Geflüchtete und Migrant_innen, denen es gelungen ist, die Grenzen zu überwinden, finden sich hier in einer unsicheren und provisorischen Situation wieder. In Werne müssen Menschen unter unwürdigen Bedingungen in Containern leben. Diese heruntergekommenen und 20 Jahre alten „Wohn“-Container stehen entfernt vom Wohngebiet direkt neben einer gut ausgebauten Sportanlage. Die Sportanlage hat sich die Stadt Werne etwas kosten lassen.

Es ist eng in den Containern: Je nach Belegung müssen sich bis zu vier Personen einen etwa 15 qm großen Schlafraum mit Doppelstockbetten und Metallspinden teilen. Eine kleine „Sanitärzelle“ mit Dusche und WC sind ebenso wie ein E-Herd mit Waschbecken und eine Aufenthaltsecke für bis zu 12 Personen vorgesehen. Die gesamte Inneneinrichtung ist praktisch Sperrmüll. Insgesamt lebt ein/e Bewohner_in bei voller Belegung auf 6 qm! Privatsphäre ist nicht eingeplant. Alle Bewohner_innen werden außerdem für 1,05 € pro Stunde in „Arbeitsgelegenheiten“ beschäftigt.

Die Bewohner_innen müssen unter solchen Bedingungen leben, weil sie geflüchtet sind. Ihre Unterbringung macht die dort Lebenden krank, sie (re-)traumatisiert sie, entmündigt sie, isoliert sie von der übrigen Bevölkerung und stellt Perspektivlosigkeit auf Dauer her. Sie macht deutlich, dass die Geflüchteten kein selbstverständlicher Teil dieser Gesellschaft sind und dies auch nicht werden sollen.

Im Sommer hat es bei einem schweren Wolkenbruch in die Container hineingeregnet und alles stand unter Wasser. Da ist es auch den Verantwortlichen der Werner Stadtverwaltung aufgefallen, dass diese Zustände nicht mehr haltbar sind. Doch statt zu erkennen, dass ein Leben in Containern grundsätzlich inhuman ist, sollen Anfang 2013 die alten Container durch neue ersetzt werden! Damit werden zwar Rost und Schimmel für einige Zeit beseitigt, aber nicht die Wohnverhältnisse.

Wir fordern deshalb stattdessen für alle die Möglichkeit, Privatwohnungen anzumieten!

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Oury Jalloh – das war Mord http://tab.blogsport.de/2012/12/12/oury-jalloh-das-war-mord/ http://tab.blogsport.de/2012/12/12/oury-jalloh-das-war-mord/#comments Wed, 12 Dec 2012 17:34:45 +0000 Administrator_in Allgemein http://tab.blogsport.de/2012/12/12/oury-jalloh-das-war-mord/ Diesen Donnerstag wird das Landgericht Madgeburg das Urteil im Revisionsprozess zu Oury Jalloh verkündet. Eine Aufklärung der Todesumstände Oury Jallohs gab es in diesem Prozess wieder nicht.

Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen in NRW für die Demonstrationen in Dessau am 07.01.2013 und am 12.01. an einem Samstag im Januar/Februar (achtet auf Ankündigungen!):

  • Dienstag, 18.12.2012, ab 19:30 Uhr im SZ Bochum, Josephstr. 2
  • Mittwoch, 19.12.2012, ab 19:30 Uhr im AZ Mülheim/Ruhr, Auerstr. 51
  • Donnerstag, 20.12.2012, ab 18:00 Uhr im Besprechungsraum des AStA der Uni Essen, Universitätsstraße 2 (Eingang T02)
  • Freitag, 21.12.2012, ab 19:30 Uhr im Linken Zentrum/Hinterhof Düsseldorf, Corneliusstr. 108

Es wird gemeinsame Busse aus NRW geben!
Meldet euch bitte frühzeitig unter an: ouryjalloh-nrw[ät]riseup.net

BREAK THE SILENCE!

Vor fast 8 Jahren, am 07.01.2005, wurde Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt. Er wurde mit 3 Promille Alkohol im Blut festgenommen und an eine feuerfeste Matratze gefesselt. Laut Polizei und Behörden soll er sich selbst angezündet haben. Alle Ermittlungen und Gutachten seitens der ermittelnden Behörden liefen nur in Richtung Selbstmordthese. Dem widersprechende Gutachten, Sachverständige und Anträge wurden nicht zugelassen. Die Beweisaufnahme vor dem Landgericht Magdeburg wurde kürzlich geschlossen und das Verfahren nähert sich aktuell dem Ende… Die Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt versucht damit, den rassistischen Mord an Oury Jalloh für immer unter den Teppich zu kehren.

Viele Hinweise deuten auf Mord!
Ein vertuschter Nasenbeinbruch sowie weitere undokumentierte Verletzungen, ein Feuerzeug, welches erst 2 Tage nach Beweissicherung auftauchte und weder Spuren von Oury, seiner Kleidung oder der Matratze an sich hatte, Video- und andere Beweismaterialien verschwanden, zweifelhafte und sich widersprechende Zeugenaussagen, ein Dessauer Richter, der diesen Vorgängen am Tag der ersten Urteilsverkündung öffentlich die Rechtsstaatlichkeit absprach…

Es gibt Gutachten die belegen, dass:

  • Oury sich nicht selbst (gefesselt, unter 3 Promille, nach Leibesvisitation) angezündet haben kann,
  • er bereits ohnmächtig war, bevor das Feuer ausbrach,
  • die zuständigen Beamten Ourys Hilferufe bis in die Zentrale hätten hören müssen,
  • solch eine Matratze nicht ohne Brandbeschleuniger innerhalb von 20 min. abbrennen kann,
  • keine entsprechenden DNA-Spuren oder Faserreste am Feuerzeug waren.

Die Liste der Hinweise könnte noch ellenlang fortgesetzt werden…

Im letzten Jahr wurden Aktivisten der „Initiative Oury Jalloh“ nicht zum ersten Mal im Vorfeld ihrer jährlichen Gedenkdemo bedroht und nach Beendigung der friedlichen Demo von der Polizei ins Krankenhaus geprügelt. (http://vimeo.com/34900515)

In Dessau kam es zudem im Jahr 2000 zu dem rassistischen Mord an Alberto Adriano und 2002 zu einem auch bisher ungeklärten Tod des Obdachlosen Mario Bichtermann in derselben (!) Polizeizelle unter demselben Dienstgruppenleiter und demselben Polizeiarzt!

Informiert Euch und sagt es weiter! Unterstützt die Demonstrationen in Dessau!

Mehr Informationen:
Initiative Oury Jalloh
Oury Jalloh – der Film
Oury Jalloh – Tod in der Zelle

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